Mehrfachbeauftragung zur Gestaltung der öffentlichen Räume in der Sterkrader Innenstadt


Siegerentwurf Kleiner Markt Sterkrade

Die Mehrfachbeauftragung ist entschieden

 

Das Büro Kraft.Raum Landschaftsarchitektur aus Krefeld hat das beste Konzept für die Gestaltung des Kleinen

Marktes und der öffentlichen Räume in der Sterkrader Innenstadt erstellt

 

Die Stadt Oberhausen hat vier Landschaftarchitekturbüros beauftragt, im Wettstreit um die besten Ideen

Vorschläge zur Umgestaltung der Sterkrader Innenstadt zu erarbeiten. Eingebunden in dieses Verfahren war ein

breit angelegter Bürgerbeteiligungsprozess. Im Rahmen des Ideenmarktes I am 4. Februar 2019 und des

Ideenmarktes II am 18. März 2019 konnten Bürgerinnen und Bürger in direktem Austausch mit den vier

Planungsteams ihre Wünsche und Anregungen einbringen bzw. auf erste Konzepte der Planer einwirken. Am 11.

April 2019 tagte das Preisgericht und prämierte unter dem Vorsitz des Bonner Landschaftsarchitekten Stephan

Lenzen den Entwurf des Krefelder Büros Kraft.Raum.

 

Das übergeordnete Konzept des Siegerentwurfs sieht punktuelle Eingriffe im öffentlichen Raum vor. So sollen die

Stadteingänge beispielsweise mit ergänzenden Baumpflanzungen einen grünen Charakter entfalten. Entlang der

Fußgängerzone sollen Aktionsbänder zusätzliche Verweil- und Spielmöglichkeiten im öffentlichen Raum schaffen.

 

Der Kleine Markt soll verschiedene Funktionen übernehmen. Er dient dem Stadtklima, bringt unterschiedliche

Nutzungen zusammen, soll wesentlich grüner als bisher gestaltet und so als wichtiger öffentlicher Raum definiert

werden. Ein Baumhain soll dem Platz eine neue Identität verleihen und als grüner Puffer zum angrenzenden

Innenhof im Westen der Platzfläche fungieren. Der bestehende Brunnen an der Platane soll durch ein

Fontänenfeld, das sich auf einer neu eingelassenen Intarsie befindet, ersetzt werden. Der nördliche Bereich des

Platzes soll weiterhin für Außengastronomie zur Verfügung stehen.

 

Die Planungen des Krefelder Büros sind so abgestimmt, dass sie die Aufstellung der Sterkrader

Fronleichnamskirmes und des Wochenmarktes nicht beeinträchtigen. Ebenso sollen auch weiterhin temporäre

Veranstaltungen, wie die Spätschicht, auf dem Kleinen Markt stattfinden können.

 

Die Jury, zu der neben der Architektin Yasemin Utku und dem Landschaftsarchitekten Klaus Schulze auch der

Oberhausener Oberbürgermeister Daniel Schranz, die Beigeordnete der Stadt Oberhausen, Sabine Lauxen,

Ulrich Real als Bezirksbürgermeister und Robbie Schlagböhmer als 1. Vorsitzender der STIG e.V. Oberhausen

gehörten, beeindruckte insbesondere, dass der Entwurf gerade für den Kleinen Markt ein

generationenübergreifendes sensibles Konzept vorsieht.

 

Der zweite Preis ging an das Büro scape Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf, das Büro club L94

Landschaftsarchitekten aus Köln erhielt den dritten Platz und das Büro DTP Landschaftsarchitekten aus Essen

landete auf dem vierten Platz.

 

Der Siegerentwurf ist ab sofort im Stadtteilbüro Sterkrade, an der Bahnhofstraße 42 (Eingang Gartenstraße),

ausgestellt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich die Pläne des Preisträgers

anzusehen.